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Aus dem Baumarkt haben wir eine Buchensperrholzplatte 1600 x 600 x 12 mm besorgt.
Haben uns für Buche und für die Materialstärke entschieden, weil mit dem Schild auch
gekämpft werden soll. Für einen Dekoschild reichen auch 10 mm und Pappel- oder
Kiefersperrholz (ist leichter und billiger).

Mit einer Pinnwandnadel, einem Bleistift und einem Faden einen Zirkel basteln und so den
Kreis auf das Brett zeichnen. (je 30cm von der Kante zur Mitte messen)
Alternativ dazu könnte man auch in ein dünnes Holzbrett 2 Löcher im Abstand von 30 cm
bohren und als Zirkel benutzen.

Dann wird großes Gerät aufgefahren. Die Stichsäge !
Schild aussägen

Ups das war der Gartentisch

Genau 7 cm Radius für das Griffloch (Schildbuckelinnendurchmesser beachten)
Diesmal mit dem Brettchenzirkel ( lecker Eis *gg*)

Nr 1 ist fertig gesägt

So ein Bohrmaschinenschleifer erleichtert unheimlich die Arbeit

Der Schildrand und das Handloch werden von beiden Seiten schräg angeschliffen bis eine
schöne Rundung entsteht. Besorgt Euch ne Schutzbrille, ich hab die ganze Zeit nur die
Augen ausgewischt.

Die Rückseite wird mit Ebenholzlasur lasiert. Hinter dem Schild beginnt die Dunkelheit

Zwischendrin mal die ersten Farbtests.
Vorderseite wird nun doch gelb statt grün

Die Vorlage für die Bemalung ist auch fertig ….. saugut :-)
Ganz so aufwendig werde ich sie allerdings nicht machen

Die Latte für das Griffholz wird zurechtgeschnitten

Und zurechtgeschliffen
In die Unterseite des Griffs haben wir 2 Vertiefungen eingeschliffen. So entstehen zwischen
Schild und Griff zwei schmale Schlitze durch die man später Trageriemen ziehen kann.

Jetzt schau mal nicht so kritisch … das passt schon
Beim Griff sollte man während dem Schleifen immer mal wieder prüfen, ob dieser gut in der
Hand liegt.

Auch der Griff wird in Ebenholzoptik lasiert

Während die Griffe trocknen, schneiden wir schon mal die Leinen für die Bespannung aus

Alle A-Päpste wegschauen …. Wir schrauben den Griff fest *duck*
Ne mal im Ernst, wir wollen mit den Dingern kämpfen. Keinen Bock, dass uns der
Schild, beim ersten Schwertstreich um die Ohren fliegt.
Also 4 Löcher gebohrt und die Schrauben durchgedreht. Dann den Griff gegen die
Schraubenköpfe gedrückt um die Bohrlöcher zu markieren. Löcher am Griff vorbohren und
dann verschrauben. Wir haben Schrauben 4,5 x 30 verwendet

Die versenkten Schraubenköpfe werden mit einer Mischung aus Holzleim und Sägespänen
zugeschmiert.

Jetzt das ganze Schild dick mit Holzleim anstreichen. Hier bietet es sich an die
Abschnitthölzer unterzulegen, damit der Schild nicht wackelt

Die Leinen obendrauf und mit einer Tapezierwalze von innen nach außen glatt streichen. Im
Anschluss verdünnten Holzleim oben drauf streichen.
Danach müssen die Schilde mindestens 12 Stunden trocknen

Trocknen, trocknen, trocknen

Nachdem der Leim getrocknet ist kommt die Grundfarbe dran
Dann schon wieder trocknen lassen

Mit der Schablone, das Schwein mit Bleistift auf das Schild zeichnen und mit dem Pinsel
ausmalen. Eine Schweinearbeit

Und wieder trocknen lassen

Mit dem Teppichmesser wird der Ausschnitt für das Griffloch gemacht.
Kann man auch zu einem anderen Zeitpunkt machen

Jetzt die Konturen des Schweins mit einem feinen Pinsel zeichnen und das Auge gelb
machen. Fertig ist der keltische Eber
Nachdem das Ganze getrocknet ist wird die Rohhaut eingeweicht.
Ich grins mir noch immer einen, wenn ich an das blöde Gesicht des Verkäufers bei Fressnapf
denke, als ich die zwei Rohhautknochen Größe XXXL auf das Laufband legte
ER: Sie müssen aber einen großen Hund haben
ICH: Nein gar keinen, ich baue einen Kampfschild
ER: He? *blödkuck*
Das war aber auch das einzige Erheiternde in Sachen Rohhaut.
Die Verarbeitung ist echt widerlich. Das Zeug ist glitschig, schmierig, riecht irgendwie eklig und lässt sich richtig blöd
schneiden.
Achtet beim Kauf unbedingt darauf, dass ihr die Knochen mit Knoten am Ende kauft.
Das sind wohl die Einzigen, die wirklich aus Rohhaut sind.
Für einen Schild braucht man ungefähr 2 Stück, hat aber danach jede Menge Abfall
Wir würden für die nächsten Schilder eher Rohhaut im Reenactmentversand kaufen.

Die Knochen werden mehrere Stunden in einem Eimer mit Wasser eingeweicht …

… bis sich die Knoten lösen lassen und man die Knochen auseinander nehmen kann.

Danach versuchen die Rohhaut in möglichst gleichmäßige Streifen zu schneiden (geht auch
gut mit einer scharfen Schere)

Die Rohhaut auf beiden Seiten gleichmäßig um den Rand legen und mit Wäscheklammern
festklammern. Wichtig hierbei, am Ende einer Rohhautbahn die beiden Enden überlappen
lassen, da sich die Rohhaut beim Trocknen wohl noch zusammenzieht.

Und mal wieder …. Ihr habt es erraten …. Trocknen lassen
Nachdem die Rohhaut getrocknet war wurde sie beinahe durchsichtig und durch das gelb
des Schildes wirkte das ganze eher wie eine Wurstpelle.
Das sah ziemlich scheiße aus und so haben wir die Rohhaut entsorgt und uns einen Lederrest
zum ummanteln besorgt.


Auf den Streifen habe ich, bevor ich angefangen habe das Leder um das Schild zu legen,
alle 1,5 cm eine Markierung gezeichnet. Hier werden gleich die Nägel eingeschlagen

Es ist verdammt schwer das Leder gleichmäßig um das Schild zu legen. Idealerweise macht
man sich auch hier Markierungspunkte auf das Schild.
Wir haben das leider versäumt *grrr*
Eine Pinzette ist bei der Kürze der Nägel ein prima Nagelhalter. Es erspart blaue Nägel und
plattgeklopfte Finger. (Auch die Idee kam uns leider erst später *aua*)

Am Übergang der einzelnen Lederstreifen kann man bündig oder überlappend arbeiten. Ich
finde überlappend sieht besser aus und hab es deshalb so gemacht. Außerdem muss man
nicht ganz so exakt arbeiten, als wenn man bündig ansetzt.
Nach 254 geraden Nägeln,
157 Flüchen
98 krummen Nägeln
7 Versuchen das Hobby aufzugeben
nun das Ergebnis

Kann sich sehen lassen, oder?

Okay an manchen Stellen vielleicht nicht ganz gleichmäßig ….egal
Auch wenn unsere Vorfahren sicherlich einiges mehr an Armschmalz hatten, haben sie ihr
Schild wohl nicht tagelang am langen Arm spazieren getragen, sondern hatten irgendeinen
Gurt um sich das Teil auf den Rücken zu hängen.
Wie vorhin beschrieben, haben wir am Griff 2 Schlitze gemacht für den Trageriemen.

Hier machen wir jetzt jeweils zwei Lederschlaufen, durch die man später den Tragegurt ziehen
kann.

Durch einen etwa 1 mm starken Lederstreifen haben wir ein paar Löcher gebohrt. Hierfür
eignet sich eine Lederale, eine Ledernadel, oder weil es so schön einfach geht, ein
Akkuschrauber mit einem ziemlichen dünnen Bohrer.

Die Lederschlaufe wird mit einem stabilen Leinenfaden doppelt vernäht

Die Buckel sind da

Großzügig die Löcher vorbohren. Sind diese zu klein verschwinden die doch recht dicken
Nägel nicht ganz im Holz und der Buckel wackelt.

Danach werden die jeweils gegenüberliegenden Nägel eingeschlagen

Auf der Rückseite die Nägel etwa einen Zentimeter um 90° abwinkeln. Das geht mit einer
Wasserpumpenzange recht gut.

Dann die Nägel so krumm schlagen, dass die umgebogene Spitze wieder ins Holz eindringt.
Ideal macht man das auf einem Aboss oder einem großen Stein, damit auf der Vorderseite
der Nagel nicht wieder herausrutscht.

Das rechte Schild haben wir mit einem Metallrand ummantelt und diesen vernagelt.
fertig ....
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